Galaxis durch medientechnologische Innovationen neue kulturelle und gesellschaftliche Verhältnisse entstehen, wurde zuerst in den 1920er und 1930er Jahren wahrgenommen. Bertolt Brecht formulierte diese Wahrnehmung in seiner Radiotheorie. Walter Benjamin baute seine Theorie vom Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken vor allem auf das neue Medium Film. und Tonmedien gekennzeichnet ist, hat sich noch kein Name durchsetzen können. Damit nimmt er aber nicht einen medientechnologischen Innovator, sondern den medienwissenschaftlichen Analytiker der Epoche zu ihrem Namensgeber. Patentbüro übergangene Nikola Tesla rehabilitiert.
Da er und nicht Guglielmo Marconi als Erfinder des Radios oder, laut seinem Biografen, gleich des ganzen 20. In den 1950er Jahren wird erneut ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel wahrgenommen, diesmal bereits unter dem Zeichen des Computers. gehören zu den Versuchen, der Epoche einen Namen zu geben. Papier analysierte er das neue Aufschreibesystem, denn genau das und keineswegs ein Lesegerät sei der Computer. Der Schreibprozess werde einmal mehr maschinisiert. Gelesen werde aber nicht am Bildschirm, sondern auf dem Papierausdruck. Er schilt daher die schreibende Zunft, die sich von Bibeln auf Diskette in ihrem Wesen bedroht wähnte.
Der wirkliche Angriff auf das Geschriebene kommt aber nicht aus den Computern: Es ist der alte Angriff der Bilder und Klänge auf den Text, ein Gegenangriff, da die Schrift ein Angriff auf die Bilder und Klänge war und ist, und seine Mittel und Medien sind vergleichsweise alt und wohlbekannt: Film, Fernsehen, Rundfunk, Schallplatte. Gutenberg Galaxy das elektronische Schreiben als vierte Revolution in den Produktionsmitteln des Wissens nach der Erfindung von Sprache, Schrift und Druckkunst analysierte. Eine gesellschaftliche Breitenwirkung erlangte die digitale Revolution mit der Verbreitung von PCs in den 1980er Jahren und des Internets in den 1990er Jahren. Bis dahin finden sich Verweise auf Turing ausschließlich in der mathematischen und informatischen Fachliteratur. Geschichtsschreibung war Turings Name hinter dem von John von Neumann verschwunden.
erschlossen, der dafür erstmals auf gerade deklassifizierte Originaldokumente zugreifen konnte. Im deutschsprachigen Raum war die Zusammenstellung und Übersetzung der Schriften Turings, die ohne mathematische Aufrüstung lesbar sind, durch Bernhard Dotzler und Friedrich Kittler 1987 ein Schlüsselereignis. legten Harry Harrison und Marvin Minsky den Roman The Turing Option vor.
Zu einer Zeit, da, wie er schreibt, die meisten Laien noch nie im selben Zimmer mit einem Computer gewesen sind, sieht er voraus, dass der Computer. men, if our work with the computer is intimate and prolonged and we come to think and speak in terms suggested by the machine. man is the most complete integration of humanity and technology, of artificer and artifact, in the history of the Western cultures.
In Analogie zu McLuhan sieht Bolter eine Verschiebung des bevorzugten Erkenntnisorgans. sich zuoberst über das Auge mit der Welt in Beziehung gesetzt, so sein Nachfahre über die Hand. Eng damit verbunden ist eine weitere Haltung, die der Computer in die Welt einführe: das Spiel.
Wie das Kind im Sandkasten forme und modifiziere der Turingianer seine Ideen und als Programmierer seinen Code. Wie das klassische Spiel ist sein Ausprobieren von beschränktem Ernst, da nicht unwiderruflich und ein Neustart immer möglich. Den Faustischen Mensch trieb eine Politik, eine Wirtschaft, allgemein: eine Liebe der Unendlichkeit, wie sie sich in Gott manifestiert.
Die Gutenbergsche Galaxis der statischen Druckmedien geht in der Turingschen Galaxis der dynamischen programmierbaren Medien auf. Der Text erschien zusammen mit zwei anderen im Juli 1994 unter dem Titel Computer als Medien. Dabei steht weder die Person oder Innovation Turings noch die Epochenbenennung im Vordergrund.
Hauptanliegen ist es vielmehr, der landläufigen Vorstellung vom Computer als Automat die in der klassischen Informatik nicht präsente Erkenntnis entgegenzuhalten, dass der Computer ein Medium sei. Erstere führe konsequent zur Künstlichen Intelligenz, während das Medium Computer die Beziehungen zwischen Menschen ordne. Maschine analog zu dem des Buches einen medialen Wissensraum aus. spricht, wobei die Textproduktion radikal erweitert wird zum Hypertext und zum Hypermedium. Vannevar Bush, Doug Engelbart, Ted Nelson und Alan Kay sind die Namen, die für diese Entwicklungslinien hin zum Computer als intelligenzverstärkender Wissensmaschine stehen. deren militärische Abkunft auch organisatorisch erkennbar bleibt.
Galaxis das Computerzeitalter eng an das des Buches an. diskontinuierliche Anordnung gesehen werden. Im Innern des typographischen Rasters, in seiner digitalen Grundstruktur ist bereits die Perspektive der Turingschen Galaxis angelegt. Im Wettbewerb zwischen Buch und Computer schien ihm vorerst noch das Buch als Sieger hervorzugehen. medialen Gesellschaft helfen, die Eierschalen ihrer literalen Geburt abzustreifen. Mit Vernetzung und Medienintegration wird die eigentliche Potenz der Informatik in der Medientechnik sichtbar.
von literalen Gesellschaften zu einer globalen medialen Gesellschaft. Arbeit und Kultur, Politik, Recht, Wirtschaft und nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche werden sich diesem Prozess nicht entziehen. Die Ablösung der Schriftkultur durch eine Computerkultur hat gerade erst begonnen. Wiederum hebt er die Bedeutung der Erweiterung des Medienzugangs von corporate zu personal computing hervor und jetzt auch die politische Dimension des inhärenten Globalisierungstrends und das Missbrauchspotential durch Verstöße gegen den Datenschutz. Galaxis eine zentrale Rolle einnahm. Galaxis in den Vordergrund.
Konnte John Perry Barlow in seiner Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace 1996 das Internet noch mit gutem Grund zum rechtsfreien Raum erklären, setzte zeitgleich seine rechtliche Regulierung ein. Das betraf insbesondere die geistigen Eigentumsrechte. Bereits Ted Nelson hatte erkannt, dass Hypertexte mit der Einheit des Werks auch die Zuweisung dieses Werks auf einen Autor und sein Eigentum problematisch machen. Urheberrecht wird nach seiner Vorstellung dadurch keineswegs überflüssig, es müsse vielmehr höher auflösend gestaltet werden.
mache ein Transcopyright erforderlich. Er stellt sich eine programmierte Wissensumgebung vor, in der kleinste Werkteile bis hin zu Wörtern mit ihrem Eigentümer markiert sind, so dass die Bezahlung eines zusammengesetzten Werks automatisch allen Eigentümern der enthaltenen Bestandteile gutgeschrieben wird. Man kann diese Vision als Metastase des geistigen Eigentums lesen, aber auch als einer Vorwegnahme der Auseinandersetzung um Sampling und Remixing, die in der Musikindustrie begann und bis heute andauert. Ende der 1990er Jahre trat die Bewegung der freien Software ins Licht der Öffentlichkeit und mit ihr eine Klasse von Lizenzen, die einen urheberrechtlichen Freiraum schaffen, in dem Tausende auf der ganzen Welt verteilte Autoren in offener Kooperation gemeinsam Werke schaffen können. Damit richtet sich auch das Forschungsinteresse von Wolfgang Coy nun auf das, was er mit einem Begriff des Karlsruher Philosophen Helmut Spinner als Wissensordnung bezeichnet.
zu nennen, sowie die vier Konferenzen Wizards of OS. Volker Grassmuck, Freies Wissen. und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Computer ab Mitte der 1990er Jahre dreht sich um die Begriffe Konvergenz, Hypertext und Hypermedien, Interaktivität und Simulation. Konzepts in der literaturwissenschaftlichen Medientheorie am ausgeprägtesten. Daneben greifen aber auch Kulturwissenschaftler, Soziologen, Designer und Historiker den Begriff auf. Formen der Speicherung oder Verknüpfung, zulassen. Im Laufe dieser Geschichte unterliegen die Operanden einer Entmaterialisierung.
Maschine, so die These, beobachten wir heute die Umkehr des von Flusser beschriebenen Wegs: von der Nulldimensionalität der Bits, über eindimensionale Texte und zweidimensionale Bilder, zu gestaffelten Hypertexträumen, komplexen Netzen und dreidimensionalen Räumen, und schließlich zu vierdimensionalen Interaktionsräumen. Bei diesem von Turing selbst 1950 am Imitationsspiel orientierten Versuchsaufbau tritt ein Fragesteller über einen Fernschreiber mit einer Maschine und einem Menschen ins Gespräch und soll nach endlicher Zeit entscheiden, welcher von beiden die Maschine ist. Turing geht von der Möglichkeit einer intelligenten Maschine aus, die eine solche Entscheidung nicht zulässt. Mensch und Maschine würden ununterscheidbar.
Galaxis zeichnet Grassmuck im Folgenden nach, wie im Digitalen erst der Text, dann die Bildmedien und die zeitbasierten Medien und schließlich die Raumdimension neu entstehen. Das Universum der Punkte ist leer, weil es nichts enthält außer Möglichkeiten, und weil es lauter Möglichkeiten enthält, ist es ein volles Universum. zu denken, zu fühlen und zu handeln. ist Praktiker und Theoretiker der visuellen Poesie.
Maschine das grundlegende Modell darstelle.